TERMINE


NAJU Termin Samstag 02.03.2024

Treffen

10:00 Uhr und 12:30 Uhr Margareta-Schenkel-Haus

NABU Vorstand

Montag 04. März 20 Uhr

Margareta-Schenkel-Haus


Montag 11. März 19.00 Uhr

NABU Treff und Mitgliederversammlung

Margareta-Schenkel-Haus


NAJU Termin Samstag 16.03.2024

 

Vorbereitung Ökomarkt

10:00 Uhr und 12:30 Uhr Margareta-Schenkel-Haus

NAJU-Gruppe in Astheim – Eierschalen, verschlafene Bilche und ganz viel Moos

Ein morscher Ast. Ob der noch hält? Eine lange Aluleiter wird von drei Jugendlichen vorsichtig an den alten Apfelbaum gestellt. Er hält und vorsichtig, Stufe für Stufe steigt Leya (9 Jahre) dem grünen Nistkasten mit dem NABU-Aufdruck entgegen.
Gar nicht so einfach mit den dicken Winterschuhen und der warmen Skihose. Auch die Handschuhe stören eher als es darum geht, den kleinen Nagel an der Seite des Kastens herauszuziehen. Mit der Zange gelingt es schließlich und Leya kann den Kasten öffnen. Er ist gänzlich vollgestopft mit Moos.
Da sind sich alle einig; hier haben sich, wie in jedem Winter, die niedlichen Gartenschläfer aus der Familie der Bilche einen Schlafplatz eingerichtet. Es genügt nur ein wenig Moos zu entfernen und schon wird der Blick frei auf zwei hellbraune Fellkugeln. Immer häufiger überwintern Gartenschläfer in den Nistkästen des NABU Astheim.
Die recht seltenen Tiere werden mittlerweile kartiert und haben in unserer Gegend sogar einen Verbreitungsschwerpunkt. An diesem Kasten haben die NAJUs (Jugendorganisation des NABU) nichts weiter zu tun. Er wird wieder gut verschlossen.
Alle anderen Nistkästen werden jährlich im Januar kontrolliert und gereinigt. „Einmal ist mir eine Maus entgegengesprungen“, weiß Jasmina (13 Jahre) zu berichten. Weitere spannende Funde sind winzige Eierschalen, Federn und Knochen.
Als schließlich auch der letzte Kasten im Gebiet um den Astheimer Sportplatz aufgesucht wurde, sind die Fingerspitzen und die Fußzehen bei den winterlichen Temperaturen ziemlich kalt geworden. Die Bäume sind nach dem kräftigen Eisregen wie mit Zuckerguss verziert und die Wiese mit einer krachenden Eisdecke bedeckt.
Die sieben Jugendlichen und Gruppenleiterin Jeannine Trzaska genießen die zarten Sonnenstrahlen an diesem Vormittag. Seit bald zehn Jahren trifft sich die Kinder- und Jugendgruppe zweiwöchentlich samstags zu verschiedenen Naturschutzmaßnahmen und Aktivitäten rund um das Margareta-Schenkel-Haus in Astheim. „Groß geworden sind sie“, meint Jeannine Trzaska und freut sich darüber, dass sich aus der Gruppe kürzlich zwei Jugendliche zu Gruppenleiterinnen haben ausbilden lassen.
Sahra und Steffi heißen die beiden, die nun eine zweite NAJU-Gruppe für Kinder im Grundschulalter aufbauen werden. Sie laden alle naturbegeisterten Kinder von 6-11 Jahren zu einem ersten Treffen am Samstag, 17. Februar 2024 von 10-12 Uhr ein. Das gegenseitige Kennenlernen, Spiele und das Erkunden des Geländes rund um das NABU-Haus in Astheim erwarten die Interessierten. „Wir wollen auch etwas aus Naturmaterialien basteln“, sagt Steffi und freut sich schon sehr auf ihre neue Aufgabe beim NABU. Weitere Informationen gibt es unter: kindergruppe@nabu-astheim.de


Liebelei im Wald: Jetzt sind Eichhörnchen auf Partnersuche

Wetzlar – Krach im Eichhörnchenwald? Von wegen. Die kleinen Kletterexperten sind jetzt flink und teils lautstark unterwegs. Denn im zeitigen Frühjahr ist Paarungszeit bei den rotbraunen Nagern mit dem buschigen Schwanz und den Pinselohren. Dann wird gequietscht und gebrummt, um unliebsame Konkurrenten zu vertreiben. Es gibt aufregende Verfolgungsjagden durchs Geäst, um den Baumstamm herum und sekundenschnell hoch oder Kopf voraus runter. 

 

In der Familienzeit nicht stören

Eine Familie zu gründen, ist anstrengend. Jetzt in der Fortpflanzungszeit brauchen Eichhörnchen daher besonders viel Rücksichtnahme. Bei Spaziergängen, auch mit Hunden, sollte man aufmerksam sein: „Fühlt sich ein Tier gestört, schlägt es mit dem Schwanz, muckert lautstark und harkt mit den Vorderbeinen auf die Rinde. Das sind eindeutige Anzeichen, dass sich das Tier gestört fühlt und man sich besser zurückziehen sollte“, erklärt Maik Sommerhage, Landesvorsitzender des NABU Hessen.

 

Nachwuchs für Familie Eichhorn

Dem Duft der Weibchen folgen jetzt oftmals gleich mehrere Eichhörnchen-Männchen. Sie jagen teils lautstark und mitunter stundenlang einem paarungsbereiten Weibchen hinterher. Ist die Paarung geglückt, wird hoch oben im Baum ein geräumiges, kugeliges Reisignest namens Kobel als Familiendomizil gebaut. „Im März kommen nach fünf Wochen Tragzeit meist vier Jungen nackt und blind zur Welt. Um sie kümmert sich die Eichhörnchen-Mutter alleine für die nächsten zehn Wochen, bis die kleinen Waldbewohner selbständig sind. In diesem Alter kann der Nachwuchs bereits sicher klettern“, sagt Sommerhage.

 

Viel Futter, viel Nachwuchs

In futterreichen Jahren folgt mitunter ein zweiter Wurf im Sommer. In der Natur fressen sie vor allem Baumsamen von Nadelbäumen, wie Kiefern, Fichten und Lärchen. Auch Pilze, Beeren und Nüsse stehen auf ihrem Speiseplan. Stadthörnchen kann man zusätzlich Futtermischungen aus Sonnenblumenkernen, Erdnüssen, Mais und Weizen, Hasel- und Walnüssen, Bucheckern, Kastanien, frischem Obst sowie Karotten anbieten. „Die Mischung ist wichtig, weil das alleinige Füttern von Erdnüssen, Eicheln, Sultaninen oder Rosinen für die Hörnchen ungesund ist“, empfiehlt der Landesvorsitzende.

 

Eichhörnchen legen im Herbst Futterdepots an, die jedoch nur für kurze Zeit ausreichen. Sie müssen im Winter daher täglich den Kobel zur Nahrungssuche verlassen. Lange Schlechtwetterperioden mit Sturm und Dauerregen zwingen sie, im Kobel zu bleiben, wo sie im Ernstfall verhungern können. Die flinken Kletterer profitieren von Wäldern mit vielfältigen Strukturen. „Wir brauchen eine gute Mischung verschiedener samentragender Baumarten in unterschiedlichen Altersklassen genauso wie die Verbindung von Waldgebieten durch Biotopvernetzungslinien, Heckenstreifen und Baumalleen.“

 

Mehr Informationen  

NABU-Eichhörnchen-Porträt

 

Für Rückfragen 

Dr. Kathrin Kaltwaßer 

Referentin für Umweltkommunikation 

Tel.: 06441-67904-18 

Mobil: 0157-77913719 

E-Mail: kathrin.kaltwasser@NABU-Hessen.de 

 

 


Vogel des Jahres 2024 Kiebitz

Der Kiebitz ist „Vogel des Jahres 2024“ - Foto: Dr. Philip Hunke
Der Kiebitz ist „Vogel des Jahres 2024“ - Foto: Dr. Philip Hunke

Hier finden Sie wesentliche Informationen auf der Seite des NABU Deutschland