Wetzlar - Wetzlar – Viele schlechte Nachrichten, aber auch einige gute: Die
Ergebnisse der „Stunde der Gartenvögel“, die am zweiten Maiwochenende stattfand, sind gemischt. „Zum Glück sieht es bei den
Finken nicht ganz so schlecht aus wie befürchtet – zumindest nicht bei allen Arten“, sagt NABU-Vogelschutzexperte Bernd Petri.
„Bei den Buchfinken können wir in Hessen ein Plus bei den Sichtungen von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbuchen, der
Grünfink machte immerhin ein Prozent Plus. Es scheint sich keine neue Infektionswelle mit Trichomonaden anzubahnen, die in der
Vergangenheit zu Verlusten unter einigen Finkenarten geführt hatte.“ Allerdings kann das nicht darüber hinwegtäuschen, dass der
Grünfink seit Jahren zunehmend weniger gemeldet wird, wie auch die Zahlen der Bestandserfassung des Dachverbands Deutscher
Avifaunisten (DDA) bestätigen. Petri: „Eine Ursache ist vermutlich, dass der Grünfink stärker unten den Infektionswellen mit
Trichomonaden gelitten hat als der Buchfink.“ Die Erreger verbreiten sich vor allem an Futter- und Wasserstellen. „Wer Vögel
füttert, sollte daher unbedingt auf die Hygiene achten“, rät Petri. „Am besten Futtersäulen nutzen und Wasser täglich
wechseln.“ Bei der Amsel deutet nichts auf größere Verluste hin, wie sie in den vergangenen Jahren leider festgestellt worden
waren. Die melodische Abendsängerin wurde ähnlich häufig wie 2025 gemeldet.
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